Dienstag, 9. September 2008

Aus der Stadt, in den Dschungel

Nachdem mich am Sonntagmorgen nicht mein Wecker, sondern ein, an meiner Tür klopfender, Kalle geweckt hat, wurde auch mir ruckartig klar, dass ich verschlafen hatte. Sofort stand ich in meinem Bett und stolperte ins Badezimmer. Dort angekommen, fiel mir ein, dass der Kalle ja noch vor der Tür wartete. Ich wieder aus dem Bad raus und auf zur Tür. Mit schlechtem Gewissen, blickte ich in die Augen eines trotzdem gut gelaunten Kalle. Nach einem alles sagenden Blickkontakt schloss ich wieder die Tür, sprintete ins Bad, erledigte hier alle nötigen Dinge, sprang in meine Klamotten, packte meine Sachen und war tatsächlich fünf Minuten später fertig. Meine neue Zahnputztechnik ist einfach unschlagbar (weitere diesbezügliche Auskünfte nur auf Anfrage).

Am Schuhschrank versuchte ich dann meine Wanderschuhe zu binden und rannte oder fiel anschließend die Treppe runter und erreichte den Meetingpoint: Anytime!

Nach einer fast einstündigen Fahrt, haben wir unser Ziel erreicht: Baekundae. Obwohl wir recht früh dort waren (9:30 Uhr an einem Sonntag), waren wohl auch noch fünfhundertdreiundvierzig Koreaner von der Idee „Wanderung“ derart erbaut, dass sie sich zu uns in die Busschlange einreihten.

Aber dann ging es endlich los: „Du betrittst die Straße, und wenn du nicht auf deine Füße aufpasst, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen“ (Bilbo Beutlin, Tolkien). Wie recht er damit hatte. Uns bot sich mal ein steiniger, mal ein gepflasterter Weg, aber ganz egal wie beschaffen unser Pfad auch war, er war stets umrahmt von einer pittoresken Landschaft.

Das Video soll, diesen uns dargebotenen Sinneneindruck wiederzugeben versuchen.

Neben den ganzen vielen schönen Eindrücken, gab es aber auch den ein oder anderen Schönheitsfehler:

Auch wenn der Weg auf den Berg nicht sonderlich schwer war, so sollte der Aufstieg zur Spitze doch nur mit einer gewissen Professionalität oder Erfahrung bestritten werden. Ich spreche allen Koreanern diese Eigenschaften zu, doch es wurden auch viele kleine Kinder mitgenommen. In Anbetracht der steilen Felsen, der tiefen Schluchten und dem Mangel an Geländern, konnte ich an manch einer Familie nur mit geschlossenen Augen vorbeigehen…

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