Sonntag, 5. Oktober 2008

Alles eine Sache der Interpretation

Bereits in der ersten Fahrstunde wurde mir folgendes mit Nachdruck einzuprägen versucht: Es ist stets vorausschauend zu fahren.

Das Verständnis der Wortaneinanderreihungen aber, scheint flexibel und lässt mehrere Interpretationen zu. Denn im direkten Vergleich der deutschen mit der koreanischen Fahrkultur, sind ostentative Antagonismen eruierbar, wie folgendes Beispiel zu illustrieren versucht:

Großstädte stellen immer eine besondere Herausforderung an die persönlichen Fahrkünste da. Hohes Verkehrsaufkommen, Einbahnstraßen, Baustellen und unzählige Seitenstraßen, führen zu Stressattacken und Ehestreit.

Aus diesem Grund sind die Straßenbahnmarkierungen in Großstädten detailreicher. Und dies ist überall in der Welt gleich. Egal ob Berlin, New York oder Seoul, mit der weißen oder gelben Farbe wird nicht gegeizt. Riesige Pfeile auf der Straße zeigen den Weg und erweisen sich als helfende Hand im wilden Dschungel des Großstadtverkehrs. So zumindest die Theorie.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie angedeutet, scheint es eine kulturell bedingte Diskrepanz im vorausschauenden Fahren zu geben. In Deutschland findet Vorausschauen vier Meter vor der Kreuzung statt. Die letzten Wahlgänge bzgl. der Wegrichtung innerhalb der Fahrgemeinschaft werden evaluiert und sich schließlich verkehrstechnisch einzuordnen versucht.

In Korea ist die Einordnung weniger stressig, da sie quasi über eine große Distanz zu erwachsen scheint. Zumindest lässt das folgende Video keine anderen Schlüsse zu…

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hier war der Verkehr ja eher übersichtlich. Wie wär's mit der gleichen Kreuzung in der Hauptverkehrszeit?
Deine interessierte LTK