Weiß man wie weit es ist, bis man den Himmel berührt? Ich kann diese Antwort leider nicht geben, aber ganz bestimmt ist man dem Himmel auf dem Jongno-Turm, im Volksmund auch liebevoll Samsung Tower genannt, ein großes Stück näher.
Dieser 33 Stockwerke fassende Turm, der einem Leuchtturm gleich, in die Finsternis einer Seouler Nacht, seinen grünlichen Schein wirft, verkörpert gleichzeitig auch das neue Selbstverständnis der Hauptstadt: größer und moderner muss es sein. Die Natur wurde ausgetrickst und der Mensch hat es geschafft: Paläste in den Himmel gebaut. Mit einer ungewöhnlichen und äußerst neuzeitlichen Architektur, schaut der Besucher staunend auf den Tower hinauf, der mit seiner Haut aus vielen tausend Fensterscheiben, trotzdem keinen Blick in sein Innerstes zulässt.
Doch wenn man es wagt diesen Turm zu betreten, so fällt der erste Blick auf das Nachrichtenstudio, welches die erste rechte Ecke dieses Bollwerkes ziert.
Die Krone des Towers, und hier bedarf es keiner Sinnentfremdung der Vokabel, stellt ein Nobelrestaurant und eine Nobelbar da, die wir vielleicht nicht ganz so mondän betreten haben, um uns in dieser distinguierten Umgebung mit einen exklusiven Umtrunk gütlich zu tun.
Das Panorama, welches vom Tisch aus, durch die gläserne Wand visuell aufzufangen war, machte, und macht mich noch immer, sprachlos. Unter Vernachlässigung aller umweltpolitischen Probleme, ist es einfach erstaunlich, wie die menschliche Architektur begeistern kann.
Das lässt vergessen, dass ein Bier auch mal teurer als 10 Euro (15 000 Won) sein kann.
Aber bevor man seinen Blick an dieser Rundsicht laben kann, müssen die 33 Stockwerke erklommen werden. Dies kann sehr beschwerlich sein, wenn man die Treppe vorzieht. Doch bedient man sich des Fahrstuhls, so kann quasi wie im Flug, das Restaurant völlig entspannt erreicht werden und dann bleibt sogar genug Atem, um von dem Blick atemlos zu werden.
Im unten gezeigten Video soll illustriert werden, wie lange eine Reise mit dem Fahrstuhl dauern kann, bis man sein Ziel, den 33. Stock, erreicht hat.
Sicherlich ist dem aufmerksamen Beobachter nicht entgangen, dass die, auf die drei, zu erwartende vier nicht auszumachen war, sondern eine fünf folgte.
Dieses Ausbleiben der Ziffer vier rührt vielmehr daher, dass es sich bei der vier (in Zahlen: 4) um eine Unglückszahl handelt, die für den Tod steht. Aus diesem Grund und zur Vermeidung juristischer Schritte, wurde die vier einfach ausgelassen…
2 Kommentare:
Ich muss zugeben das Video ist ein Knüller.... hat mich doch nach fast getaner Arbeit vom Stuhl gerissen.
Da stellt man sich die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre Euch nach Hollywood zu schicken?
Gruß,
PT
Kommentar zum ersten Kommentar: Das ist halt moderne Filmkunst - purer Minimalismus.
Gruß Deine
LTK
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