Sonntag, 24. August 2008

Happy Birthday to you

Lieber Karl-Heinz, alias Kalle, alias Karlchen, alias Kille-Kalle-Kille-Kalle-Würstchenkäfer,

Ein weiteres Jahr ist zu Ende gegangen, ein weiteres Jahr das wir mit Dir verbringen durften und dafür danken wir Dir.

Heute hattest Du also Geburtstag und zwar einen ganz besonderen Geburtstag, denn dieses Mal hast Du ihn nicht in Deutschland gefeiert. Und weil Dein Geburtstag so besonders war, hatten wir eine ganz besondere Überraschung für Dich vorbereitet:

Ich hoffe du nimmst es uns nicht krumm, dass ich Dir vorgegaukelt habe, ich müsste etwas Wichtiges mit Dir am Vorabend Deines Geburtstages bereden und zwar bei einem Bier, nur wir beide.

Das war alles Teil, eines von uns kompliziert ausgeheckten und bis ins kleinste Detail inszenierten Planes. Alles war organisiert: die Bar, der Zeit- und der Treffpunkt.

Das Du mir dann am Nachmittag den Vorschlag unterbreitet hattest, wir könnten ja auch einen Kaffee trinken gehen und dort unser Gespräch führen, hat das Fundament unseres Plans nur kurzzeitig ins Wanken gebracht. Sofort wurden alle Strippen gezogen, das rote Telefon benutzt und eine vorzügliche Ausrede gefunden, warum ein Gespräch im Café, eine nicht ganz so gute Idee wäre. ..Puh!

Danach verlief alles nach Plan, ich habe Dich getroffen und die „Falle“ zuschnappen lassen. Du stauntest nicht schlecht, als auf einmal sieben Deutsche um Dich herumstanden. Aber noch ließen wir Dich im Dunkeln, denn das Treffen war vielmehr purer Zufall. Schön, dass Du uns Glauben schenktest.

Erinnerst Du Dich noch? Nachdem wir den ersten drei Liter Bierkrug zusammen geleert hatten, sind wird doch in dieses Restaurant gegangen, haben dort Köstliches verspeist und weitere zwei drei Liter Krüge getrunken. Und gerade deshalb, weil wir so viel getrunken haben, hast Du auch keinen Verdacht geschöpft, als Steffi auf einmal das Klo aufsuchen musste. Sie und Mark verschwanden und tauchten zehn Minuten später wieder auf und hatten plötzlich eine Tüte in der Hand. Was man alles so auf einer Toilette finden kann. Toll!

Und dann war es zwölf. Dein Geburtstag. Grund genug ein Lied anzustimmen. Auf Deutsch natürlich: „Happy birthyday to you…“ Die Koreaner haben nicht schlecht gestaunt. Ein schmetternder Chor, mit engelsgleichen Stimmen, frohlockte Dir ein Lied, mitten in Korea, mitten im Lokal.

Doch was wäre eine Geburtstagsfeier ohne Geburtstagstorte? Nichts! Doch auch an eine Torte war gedacht. Mit vielen Kerzen verziert, die Du alle auf einmal ausgepustet und somit einen Wunsch gewonnen hast. Ich gebe zu, dass das Torte Essen mit Stäbchen etwas befremdlich wirkte, doch geschmeckt hat es trotzdem. Und dann, in einer von Steffi umrahmten Rede: Bescherung.

Und dann war es Zeit aufzubrechen. Wir schritten vielleicht nicht mehr ganz so geraden Schrittes nach Hause, fanden aber alle zielstrebig unser Bett.

Ein wirklich ganz besonderer Abend. By the way so besonders sogar, dass wir vom Besitzer des Restaurants einen großen Teller mit frittiertem Oktopus geschenkt bekommen haben…Dies war so lecker, dass wir abgestimmt haben, wer morgen Geburtstag haben wird…

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Das mit den Stäbchen ist nicht so einfach. Habt Ihr die Tortenstückchen mitteles Stäbchen denn auch in den Mund bekommen?
Da könnte ich mir vorstellen, daß Ihr bei Eurem gegenseitigen Anblick viel Spaß hattet.
Gruß
Deine LTK